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Anreise mit dem Flugzeug

Merpati und Batavia sind Konkurs, TransNusa hat ihre Flüge nach Sumba ganz eingestellt. Danach fliegen zurzeit nur 3 Airlines nach Sumba und zurück. Garuda fliegt täglich die Strecke Denpasar Tambolaka Kupang. Wings Air = Lion Air fliegt täglich die Strecke Denpasar Tambolaka Ende (Kupang) und Denpasar Waingapu Kupang. Nam Air = Srivijaya Air fliegt 3x wöchentlich die Strecke Denpasar Waingapu Kupang.

Die Flugpläne werden mittlerweile weitestgehend eingehalten. Selten werden bei zu wenigen Passagieren Flüge gestrichen. Durch Zwischenstopps auf den angeflogenen Inseln kommt es allerdings im Tagesverlauf zu Verspätungen. Nur bei schlechtem Wetter in der Monsunzeit und bei starkem Seitenwind werden Flüge gestrichen.

Garuda fliegt mit modernen schlanken Maschinen. Da kommt es vor, dass nicht immer alles Gepäck mitkommt. Bei Wings muss man dafür bei mehr als 10 Kg Gepäck extra zahlen…

Online Buchungen direkt bei den Airlines über das Internet funktionieren oft nicht. Die auf meiner Link Seite angegebenen Website's sind also nur zur Information. Man muss, wenn man nicht lange in Bali, Lombok oder Kupang warten möchte, über eine Reiseagentur vorbuchen oder über Suchmaschinen im Internet. Über die Website von Ticketindonesia sind Tickets manchmal billiger als über Suchmaschinen. Zur Pasola oder zu Feiertagen sind die Flieger lange ausgebucht.

Es ist sehr wichtig den Airlines eine indonesische Handynummer für Rückrufe anzugeben, ausländische Handys ruft man aus Kostengründen nicht zurück. Vorsichtshalber sollte man am Tag vor dem Flug noch mal nachfragen, ob alles planmäßig ist.

Die Fluggesellschaften haben keine Büros in Sumba, sondern werden über Agenturen vertreten. In Waingapu bekommt man Tickets aller Fluggesellschaften in der Jalan Ahmad Yani in der Nähe des Hotels Elvin bei: BPU Andrew Jonathan, Telefon 038761363 oder 081238065155 sowie Elimindo, Telefon 038762776 oder 081231015800.
In Waikabubak ist eine Agentur im Hotel Aloha (an der Hauptkreuzung), eine im Hotel Manandang und die Agentur Explore Sumba in der Jalan Pattimura an der Ecke gegenüber einer kleinen Moschee Telefon: 082146997998.
In Waitabula/Tambolaka gibt es diverse Agenturen in der Hauptstraße.

Zum Flughafen Waingapu nimmt man sich am besten ein Ojek, das sind nur 3 km. Der Flughafen ist übrigens umbenannt worden und heißt jetzt Umbu Mehang Kunda. Von Waikabubak zum Flughafen Tambolaka sind es 42 km, die Fahrt dauert mehr als eine Stunde. Von Waitabula / Tambolaka sollte man auch ein Ojek nehmen, das sind weniger als 3 km.

Anreise mit Schiff

Pelni Linie - betreibt mit dem Schiff KM Awu (made in Papenburg / Germany) alle 2 Wochen die Strecke Benoa (Bali) - Bima (Sumbawa) - Waingapu - Ende (Flores) - Sabu (Sabu) – Rote (Rote) - Kupang (Timor) - Larantuka (Flores) - Kalabahi (Alor) - Kupang – Rote - Sabu - Ende - Waingapu - Bima - Benoa. Das kleinere Schiff KM Wilis fährt alle 2 Wochen die Strecke Labuan Bajo (Flores) – Waingapu – Ende – Kupang und wieder zurück. Ein aktueller Fahrplan steht auf der Website der Pelni. Das Büro der Pelni in Waingapu ist in der Jalan Hasnnuddin beim alten Hafen; Telefon 038761665. Pelni legt im neuen Hafen an. Obwohl der neue Hafen gegenüber dem alten Hafen liegt, ist der Weg über Land dorthin 7 km lang.

ASDP Indonesia Ferry – mit den berüchtigten kleinen Fähren – hat kein Büro in Sumba.

Von Waingapu aus geht es am Mittwoch nach Ende (Flores), Donnertag nach Sabu (Sabu) und Kupang (Timor) sowie Freitag nach Aimere (Flores) und Kupang (Timor). Von Kupang nach Waingapu kommt man Montag und Donnerstag, von Savu Dienstag, von Ende Mittwoch, von Aimere Freitag. So hat es die ASDP geplant und auf ihrer Website eingestellt. Bei hohen Wellen oder irgendwelchen Problemen wird jedoch nicht gefahren - und das ist oft der Fall. Aktuelle Abfahrtszeiten/tage stehen am Eingangstor vom Fährhafen in Waingapu. Telefonisch erreichbar ist die ASDP in Kupang über 0380890420 und in Waingapu über 081339415045 oder 085346593007. Der Hafen der ASDP ist 2 km hinter dem neuen Hafen (wo die Pelni abfährt) – von der Stadt aus sind das 9 km.

Von Baing im Süden von Sumba sollte es einmal Fähren nach Savu geben. Der Bau des Hafens ist wegen hoher Wellen aufgegeben worden.

Von Waikelo in West Sumba geht es nach Plan täglich, meist jedoch nur am Dienstag, Donnerstag und Samstag morgens nach Sape (Sumbawa). Von Sape nach Waikelo geht es nach Plan ebenfalls täglich, meist jedoch nur am Montag, Mittwoch und Freitag spätabends. Die Fähren fahren weiter hin und zurück nach Labuan Bajo (Flores). Die Fährverbindung ist etwas zuverlässiger als die Verbindungen von Waingapu. Manchmal fährt die Fähre in Sumba nicht vom zentralen Hafen sondern der östlich liegenden Dermaga Baru ab. Telefon in Sape: 037471075.

Private Boote – für den, der das Abenteuer liebt:
- Rund um Sumba, Charterboote verschiedener Ausstattung gibt es in Waingapu
- Kalala nach Savu, 10-Meter lange Boote, wöchentlich, über Nacht nach Sicht
- Katundu nach Salura, Auslegerboote, auf Anfrage oder ein größeres Boot am
- Dienstag/Markttag, 2 Stunden

Orientierung in Sumba

Die Orientierung in Sumba ist schwierig. Das hat folgende Gründe:

Es gibt einfach kein vernünftiges Kartenmaterial zu Sumba. Vermeintlich genaue Karten zeigen Straßen, die es effektiv nicht gibt oder völlig anders verlaufen - dafür fehlen real existierende Straßen.

Eine Sammlung zu Karten findet ihr auf der Link Seite – und natürlich in den einschlägigen Reisehandbüchern. Man kann auch Google Earth oder Wikimapia abzeichnen, aber Achtung: staubige Straßen sehen trocknen Flüssen sehr ähnlich und graue Asphaltstraßen übersieht man leicht.

Ich habe deshalb eine eigene Karte von Sumba erstellt. Meine Sumbakarte oder Tourist Map of Sumba ist eine möglichst immer aktuelle Straßenkarte in der touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten dieser Website und viele weitere Infos enthalten sind. Ihr könnt meine Tourist Map of Sumba oder Peta Wisata Sumba im Maßstab 1:225.000 in hoher Auflösung als Papier-Version oder Download-Version für das Smartphone oder Tablet über die Seite Feedback und Order bestellen. In der Beschreibung in dieser Website sind nur die eher einfach zugänglichen Sehenswürdigkeiten beschrieben.

Ergänzend zu dieser Karte habe ich eine Garmin Gpx Datei mit fast 500 Wegepunkten mit englischer Richtungsangabe und Kurzbeschreibung erstellt. Diese sind auf der Karte als schwarze Punkte markiert. Diese Liste könnt ihr ebenfalls über die Seite Feedback und Order bestellen.

Der zweite Grund ist, dass Orte unterschiedlich bezeichnet werden: Da gibt es den indonesischen Namen und den in der jeweiligen einheimischen Sprache gebräuchlichen Namen. Häufig ist auch nicht der Ort selbst, sondern der Bezirk angegeben (in indonesischer oder einheimischer Sprache). Fragt man in der Stadt jemand nach einem fernen Ort, wird er wahrscheinlich den indonesischen Namen sagen. Im Ort selbst benennt man den dann in einheimischer Sprache.

Das indonesische Wort Desa bedeutet eigentlich Dorf. Es ist in Indonesien aber eine Verwaltungseinheit, ein Teil eines Bezirkes (Kecamatan). Wegen der geringen Bevölkerungsdichte in Sumba haben diese "Dörfer" eine große Ausdehnung in der das eigentliche Dorf (Kampung) möglicher Weise kaum auffindbar ist – oder gar nicht existiert.

Flüsse haben oft so viele Namen, wie Gebiete durch die sie fließen.

Familiennamen ändern sich, wenn die Bedeutung des Namens auch eine Sachbezeichnung ist (z.B. Herr Vogel, Frau Blume).

Darüber hinaus wechselt dann und wann auch die Schreibweise: Vokale werden hinzugefügt, Buchstaben verdoppelt, Endungen weggelassen, 2 Worte werden zu einem, ….

Straßen in Sumba

Die Hauptverbindungsstraßen sind 2-spurig, alle geteert und in gutem Zustand (mag sein, dass der nächste Monsun das ändert). Das gilt für folgende Verbindungen:

- Waingapu nach Napu, Baing und Waikabubak
- Waikabubak nach Waitabula/Tambolaka, Wanokaka und Lamboya
- Waitabula/Tambolaka nach Waikelo, Kodi Bangedo und Katewel

Alle übrigen Straßen haben völlig unterschiedliche Qualität. Teilstücke sind mal geteert und super, mal sind vom Teer nur noch Fragmente vorhanden, mal fährt man über Geröllfelder, Strände und Flussbetten. Die Straßenführung ist dem Gelände angepasst und auf Steilstrecken sieht es meist ganz böse aus. Viele neu angelegte Straßen erhalten erst mal ein Schotterbett. Wird das nicht sofort geteert, ist es nach dem nächsten Monsun wieder weg. Im Süden von Sumba gibt es viele Furten und nur wenig Brücken. Motorrad Fahrer müssen hier in der Monsunzeit möglicher Weise auf einen LKW warten, der sie hinüber bringt. Wegen der ständigen Veränderungen macht es an dieser Stelle keinen Sinn, den aktuellen Straßenzustand anzugeben.

Für alles was ich im meiner Sumba Karte oder Tourist Map of Sumba als "Minor Road" bezeichne sollten sich 2WD Fahrer über die Befahrbarkeit informieren. Für alles was ich als "Track" bezeichne hilft nur: vor Ort aktuell mehrere Leute nach dem jeweiligen Zustand und der Passierbarkeit für 4WD Fahrzeuge oder Motorrad zu befragen. Und aus den Antworten für sich eine Risikoabschätzung machen…

Straßen, die logische Verbindungen darstellen, müssen nicht unbedingt gut sein, es kommt auf die ethnischen Verbindungen an, ob sie benötigt werden. Neuansiedlungen Transmigration Dörfer sind meist völlig isoliert.

Die Zufahrt zu traditionellen Dörfern ist meist nur mit dem Motorrad oder zu Fuß möglich.

Verkehrsmittel in Sumba

Busse
An den Bussen in Sumba steht eigentlich immer dran, wohin sie fahren. Busse fahren in der Regel in der Nähe der jeweiligen Märkte ab. Nur in Waingapu gibt es 2 auswärtige Bus Terminals: einen im Süden - und einen im Westen, je 5 km außerhalb der Stadt. Fast alle Busse starten jedoch wieder beim ursprünglichen "Terminal Kota" am Markt und die beiden Terminals sind nur Zwischenstationen. Zwischen Waingapu und Waikabubak fahren tagsüber Busse fast stündlich, die brauchen etwa 5 Stunden. Es gibt auch kleine Expressbusse, die sind teurer, holen einen vom Hotel ab, halten nicht unterwegs und sind insgesamt schneller. Von Waingapu nach Südosten, nach Baing (oder Waijelu), gibt es etwa 5 Busse täglich, die brauchen etwa 4 Stunden. Nach Nordwesten, nach Maru (oder Kadahang), gibt es 3 Busse.
Von Waikabubak Richtung Westen, nach Waitabula/Tambolaka fahren Busse fast stündlich. Wer weiter nach Pero/Kodi oder Waikelo möchte, sollte bis Waitabula fahren und dann auf Anschluss warten. In den Bezirk Lamboya im Südwesten gibt es 3 Busse, die gehen bis Kabukarudi oder eventuell bis Gaura. In den Bezirk Wanokaka im Süden fahren zahlreiche Busse und Bemos. Manchmal fahren Busse nach Mamboro.

Bemos
Auf allen kürzeren Strecken, in dicht besiedelten Gebieten und auf geteerten Straßen verkehren tagsüber ständig Bemos. Da muss man einfach fragen oder gucken, was drauf steht. Bemos sind eng und laut. Für Gepäck muss man manchmal extra zahlen.

Lkw oder Holzbusse = Biskaju
In allen Gegenden, in denen die Straßenverhältnisse schlecht sind, fahren nur Lkw. Meist steht in bunten Lettern drauf, wohin sie fahren. Die Hauptstrecken führen in der Regel von Märkten in den Städten zu Orten an der Küste. Querverkehr entlang den Küsten gibt es eigentlich nicht.

Auf die Ladefläche der LKW sind Holzbänke quer eingebaut. Manche LKW sind offen. Es kann durchaus vorkommen, dass man sich schon mal eine Bank mit einem Sumba Pferd teilen muss. Wer nach Tarimbang, Tawui oder kleinere Orte an der Nord- oder Südküste fahren möchte, ist in jedem Fall auf Lkw angewiesen. Die Fahrerei ist quälend langsam auf den erodierten Straßen.

Zurzeit dauert die Fahrt von Waingapu nach Tarimbang immer noch 4 Stunden - die Straße wird aber nach und nach repariert. Der durchgehende LKW fährt nicht jeden Tag. Von Waingapu nach Tawui dauert die Fahrt mittlerweile in der Trockenzeit 9 Stunden und während des Monsuns erheblich länger.

Sammeltaxis
Bei den Bus Terminals, Häfen und Flughäfen stehen oft inoffizielle Sammeltaxis. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Fahrgäste. Diese Sammeltaxis fahren in der Regel nur zu den größeren Orten, da sonst nicht genügend Fahrgäste zusammen kommen.

Wenn nichts mehr geht hilft nur noch ein:

Ojek = Motorradtaxi oder Mietwagen
Für kurze Strecken nimmt man eigentlich immer ein Ojek = Motorradtaxi. Der Rucksack kommt vorne zwischen Lenker und Fahrer, dann einfach hinten drauf setzen und ab geht’s. Außerhalb der Städte besteht keine Helmpflicht.

Wenn man den üblichen Preis nicht kennt, muss man den vorher aushandeln. Für lange Strecken auf schlechten Straßen wird der Preis recht hoch sein (Bali ist da kein Vergleich) und man wird wohl öfter mal dem Fahrer schieben helfen müssen.

Wer mit Surfbrett und Rollkoffer über das Land reist, dem bleibt nichts anderes übrig, als einen Wagen zu mieten. Mietwagen sind extrem teuer, weil der Verschleiß bei den Straßenverhältnissen halt sehr groß ist und es nur wenige Anbieter gibt. Je nach Straßenzustand ist eine halbe bis eine Million Rupien für einen Tag mit Fahrer und Benzin durchaus drin.

Motorradfahren

Ein Motorrad kann man überall mieten. Mietet man über sein Hotel, bekommt der Eigentümer vom Motorrad nur etwa 2/3 des Mietpreises.

Privat ein Motorrad zu mieten, setzt natürlich gewisse Sprachkenntnisse voraus. Der Preis für ein privates Motorrad wird entscheidend beeinflusst durch den Eindruck den der Vermieter von dir als Mieter hat. Schließlich ist es sein Motorrad, das du kaputt machen könntest. Der 3fache Preis von Bali könnte eine Richtgröße für den Preis sein.

Ein Motorrad mit Vollautomatik, wie es oft in Bali angeboten wird, ist für Sumba nicht geeignet. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass man oft über steile Schotter Strecken, durch Flüsse und unwegsames Gelände fahren muss. Honda Revo ist das geläufigste Motorrad in Sumba.

Viele Vermieter verlangen keinerlei Sicherheit - Handschlag gilt. Ich halte es jedoch in beiderseitigem Interesse für wichtig, dem Vermieter zum Beispiel einen Personalausweis oder eine ATM Karte dazulassen. Außerdem sollte man unbedingt die Handynummern austauschen, um bei Pannen Nachricht geben zu können oder bei längeren Touren SMS-Kontakt zu halten.

Zur Motorrad Ausstattung sollte gehören:
- 2 funktionierende Bremsen
- normale Standard Reifen die noch Profil haben
- elektrischer Anlasser
- gut sitzende, geölte und gleichmäßig laufende Kette
- Licht
- Helm
- Nummernschild oder Zulassung (Surat Mobil) oder Kaufbeleg
- Nachweis für bezahlte Steuer
- Werkzeug, zum Beispiel für Reifenwechsel (Schlüsselgröße 10,12,14 + 19)

Dass sollte man für längere und Offroad Touren selbst mitbringen:
- Flickzeug (für Notfälle, halten meist nicht lange, gibt es in Sumba nicht)
- Ersatzschläuche (vorne/hinten verschieden, Universalschläuche halten nicht lange)
- Abzieheisen und Gleitcreme für Reifenwechsel
- Fußpumpe, Qualitäts-Fahrradpumpe oder Elektropumpe (nur für Angeber)

Für Indonesien benötigt man einen internationalen Führerschein - in Sumba weiß das aber keiner – schließlich fahren ja auch indonesische Kinder Motorrad, sobald die Arme und Beine lang genug sind.

An der Hauptstrecke Waingapu, Waikabubak, Waitabula und Melolo gibt es mittlerweile viele Tankstellen. Abseits dieser Strecke ist man in Sumba auf Benzin in Flaschen angewiesen.

An der Länge der Schlangen an den Zapfsäulen lässt sich ablesen, wie es mit der Benzinversorgung aussieht. Es kommt immer wieder vor, dass Tankschiffe ausfallen und es Engpässe gibt. "Bensin habis" steht dann an den Tankstellen dran. Der einzige Hafen für Tankschiffe befindet sich in Waingapu – insofern ist die Benzinversorgung in West Sumba oftmals nicht gesichert.

Sumbanesen kennen das und horten Benzin. Benzin ist umso teurer und seltener zu bekommen, je weiter man von einer Tankstelle entfernt ist, an Sonntagen und wenn eine Benzinpreiserhöhung ansteht.

Benzin aus Flaschen sollte, wenn es unrein aussieht, durch ein Sieb oder zur Not ein Taschentuch gegossen werden. Auf den letzten Tropfen aus einer Benzinflasche sollte immer verzichtet werden.

Wer durch unbewohnte Gegenden in Ost Sumba fährt, muss in der Lage sein Reparaturen an Reifen und Kette selbst vornehmen zu können und ausreichend Benzin und Trinkwasser dabei haben.

Reiten

Wegen vieler Nachfragen hab ich mich bei meinen letzten Besuchen in Sumba zu diesem Thema umgeschaut. Ich bin zumeist auf völlige Verwunderung gestoßen. Nur bei Philipp Renggi, Sony Radjah und Yuliana Ledatara (siehe unter Tipps) stieß ich auf offene Ohren.

Angeboten wird in der Regel nichts in Sumba, man muss nachfragen. Spezielle Touren oder Strecken gibt es auch nicht, nur halt kleine schmale Wege von Dorf zu Dorf und zurück oder an den Stränden entlang.

An folgenden Orten oder Stränden ist Reiten im Prinzip möglich: Kambera, Kalala, Melolo, Tarimbang, Katikuwai, Tawui, Wanokaka, Kerewe, Mamboro und in der Gegend von Waikabubak. Einfach vor Ort fragen.

Regelmäßige Wettrennen finden an den Pasola Plätzen und bei Ebbe an den Stränden wie etwa von Melolo, Tawui und Wanokaka statt. Teils wird für die Pasola geübt, teils ist es ein sportliches Kräfte messen unter der Dorfjugend.

Wandern und Trekking

Für die Menschen in Sumba sind Pfade und Wege Verbindungen zwischen ihren Dörfern, zu Wasserstellen, den Feldern und in Richtung Straße. Nach wie vor gibt es klare ethnische Grenzen zwischen den Siedlungsgebieten.

Ziele des Trekkings sind eher Strände, Wasserfälle, Berggipfel und Dschungel. Es ist deshalb nicht einfach einen Führer zu finden, der einem da weiter helfen kann. Eigentlich braucht man mehrere Führer: einen der übersetzt, einen der die Region als Ganzes kennt und einen der über Natur und Landschaft Bescheid weiß.

Besonders in dicht bewachsenen Gegenden des Südens ist man unbedingt auf einen Führer angewiesen. Zum einen werden viele Wege selten genutzt, sie sind oft zugewachsen und deshalb nur schwer erkennbar. Wege der Menschen (jalan orang) sind kaum von Vieh-Trampelpfaden (jalan hewan) zu unterscheiden. Zum anderen kennen sich Einheimische auch mit Wildschweinen, Schlangen und Krokodilen aus.

Im kargen Norden kommt man eher klar, aber manches übersieht man einfach. Das traditionelle Dorf Prainatang beispielsweise, ist so in die Strauchlandschaft eingebettet, dass man es höchstens durch das Lärmen der Kinder wahrnehmen kann.

Trekking in Sumba ist möglich - Trekking ist aber in jedem Fall etwas, was Einheimische nicht machen.  Als Fremder ohne Führer ist man beim Trekking völlig sich selbst überlassen. Für Hilfe in Notfällen hat man selbst Vorsorge zu treffen.

Die von mir in dieser Website beschriebenen Touren sind überwiegend anspruchsvolle Touren. Nur einen Teil dieser Touren habe ich selbst gemacht.