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Waibakul, Anakalang und Umgebung

Von Lewa weiter westlich geht es nur durch das Inland. Die Landschaft wird zunehmend lieblicher und grüner. Teilweise geht es durch Berglandschaft, teilweise entlang von Flusstälern. Schließlich durchfährt man ein Stück des westlichen Teils des Manupeu Tanah Daru (Tanadaru) Nationalpark, der hier überwiegend dichter hoher Laubwald ist. Nach etwa 35 km gelangt man auf die etwa 400 Meter hohe Ebene des Anakalang Bezirks mit der Hauptstadt dieses neuen Bezirks Sumba Tengah Waibakul. Eine richtige Stadt ist das eigentlich nicht – aber man hat schon mal ein paar Dutzend hässliche neue Verwaltungsgebäude mitten in die Reisfelder gepflanzt.

In diesem Bezirk findet man die größten Megalith Gräber von Sumba. Ausgangspunkt zum Besuch dieser Gegend ist das imposante traditionelle Dorf Pasunga. Direkt gegenüber sind der Abzweig nach Süden und der Markt. Wer auf der Durchreise von Waingapu nach Waikabubak ist, kann sein Gepäck dort bei einem der Warung am Markt lassen. Der Ort Pasunga hat mehrere riesige Megalith Gräber. Die Dorfbewohner sind sehr auf Touristen eingestellt.

Folgt man der Straße nach Süden erreicht man nach 1 km rechts das traditionelle Dorf Kabunduk (Kabonduk). Neues und Altes ist in diesem Dorf bunt gemischt. Hier wohnt auch der Oberste der Kabupaten Sumba Tengah. Sein Domizil ist leicht zu erkennen am Carport vor der traditionellen Behausung. Von diesem Dorf aus gelangt man - wahrscheinlich nicht ohne Begleitung - zu den nahe gelegenen historischen Kampung Makatakeri und Lai Tarung. Von diesen Dörfern aus hat man eine fantastische Aussicht auf die mit Reisfeldern überzogene Ebene.

Weiter nach Süden, vorbei an Reisfeldern, kommt man nach 2,5 km nach Gallubakul. Gleich an der Straße steht das mit 70 Tonnen größte Megalith-Grab in Sumba. Dahinter und schräg gegenüber befinden sich insgesamt 3 große traditionelle Dörfer. Wer in der Gegend von Anakalang traditionelle Häuser Mit Alang- statt Wellblechdächern sehen möchte, muss sich einige Kilometer abseits der Hauptwege begeben.

Von dieser Stelle aus kann man über eine Stichstraße wieder die Südküste erreichen. Nach etwa 30 km in Richtung Südosten erreicht man die mitten im Manupeu Tanah Daru (Tanadaru) Nationalpark liegenden Buchten und Strände Konda, Maloba und Aili. In älteren Reiseführern steht meist "Kondamaloba" der neue touristische Name für dieses Gebiet lautet "Tanahmas". Der Weg dorthin führt durch landwirtschaftliches Gebiet, Kakaoplantagen und danach durch hügeliges mit Alang Gras überwuchertes Gelände. Ab dem Parkeingang mit einer Höhe von 650 Metern beginnt der Abstieg in diese Buchten. Schließlich teilt sich die Straße. Der Weg in die Bucht Konda im Osten ist gefährlich steil, nicht geteert und mittlerweile nur noch zu Fuß machbar. Die Bucht ist relativ trocken und fast unbewohnt. Der Strand ist dunkel aber größtenteils feinsandig und flach. Die Brandung ist stetig aber nicht gefährlich. Insgesamt ist der Strand 5 km lang mit einigen imposanten Felsbarrieren dazwischen. Die Straße in die westlichen Buchten Maloba und Aili ist geteert. Die Buchen sind tropisch grün mit vielen Blumen. Die Ebene der Sendi Praigaya Flüsse ist mit Dschungel zugewachsen. Darin leben viele Affen, Vögel und Schmetterlinge. Landeinwärts liegt das Dorf Maloba. In der Bucht liegen 2 kleine Felseninseln. Auf der Insel nah beim Strand beerdigt man Frauen auf der Insel in der Mitte der Bucht die Männer. Der 2 km lange Maloba Strand hat eine angenehm kühlende Brandung. Die beiden kleineren Aili Strände haben kaum Brandung. Vom 2. Aili Strand kann man durch den Dschungel die Halbinsel queren und gelangt zu weiteren zum Meer hin offenen Stränden, die durch Riffe geschützt sind. Alle Strände sind hellgelb und feinsandig.

Man kommt in diese Buchten auch mit einem gemieteten Boot oder mit einem der Fischer aus Waihura in Wanokaka, die hier regelmäßig ihren Fang anlanden. Ansonsten gibt es keine direkte Verbindung zwischen Konda, Maloba und Wanokaka.

Ebenfalls von Gallubakul führt eine Straße in südwestlicher Richtung nach 9 Km zum Wasserfall Mata Yangu. Von Waikabubak dorthin sind es 15 km Richtung Waibakul und dann bei Dameka 10 km geradeaus nach Süden.

Es gibt hier keinen richtigen Eingang zum Nationalpark, nur ein paar verwirrende Schilder. Danach noch mal etwa 3 Km geradeaus. Am Wegesrand links findet man irgendwann ein Hinweisschild. Von dort aus muss man sich durchfragen. Es geht querfeldein durch Alang Gras und durch Dschungel 200 Meter bergab … und zurück bergauf! Der Wasserfall stürzt über 100 Meter in die Tiefe - in einen türkisenen Pool. Darin kann man sich herrlich abkühlen. Alles ist wunderschön grün und viele Vögel und Schmetterlinge schwirren um einen herum. Von Mata Yangu zum weiter flussabwärts gelegenen Wasserfall Lai Popu sind es 1,5 km Dschungel und weitere 100 Meter bergab. Beide Wege sind fast nicht erkennbar, rutschig und im Dschungel oft durch Felsabbrüche und Baumstämme blockiert. Ohne Führer, gute Kondition, feste Schuhe und ausreichend Wasser sind diese Touren nicht machbar. Eine einfachere Tour beschreibe ich weiter unten.

Wenn man an den Schildern am Parkeingang links abbiegt, kommt man über einen erodierten Nebenweg nach Hupumada (Hupamada) an der Ostseite des Flussdeltas von Wanokaka. Dabei passiert man nach 3 Km in ein Stück Dschungel, das oft von Vogelbeobachtern besucht wird. 2 Km weiter kommt man an eine Schule.

Der erste Weg nach Süden ist im weiteren Verlauf unbefestigt und gefährlich steil. Er geht hinab zur die Südküste am Abzweig nach Osten zum traditionellen Dorf und dann weiter zum Strand Tangairi. Geradeaus endet die Straße 1 Km vom Meer entfernt. Der Pfad hinunter lohnt wegen des tollen Küstenpanoramas. Und hier wohnt noch ein uralter Fischer, der sich riesig freut, wenn ihn mal wieder jemand besucht und ihm ein paar Zigaretten mitbringt. Zweigt man vorher die ersten möglichen Wege 2 mal nach Westen ab kommt man zum Stand Lailiang und letztlich ebenfalls zur Ostseite des Flussdeltas von Wanokaka.

Der zweite Weg nach Süden führt zum weit ausgedehnten traditionellen Dorf Lahona. Es liegt tief eingebettet im Dschungel, drum herum sind viele Reisterrassen.

Zwischen beiden Wegen liegen in nördlicher Richtung 3 traditionelle Häuser. Das ist der Startpunkt für einen weiteren Weg zum Wasserfall Mata Yangu. Geht man in Linie der 3 Häuser einige hundert Meter durch Alang Gras kommt man in den Dschungel. Wenn man dort ein Schild sieht und Stufen in den Boden eingearbeitet sind, ist man richtig. Insgesamt sind es 3 Km und 220 Höhenmeter hinunter zum Wasserfall. Von dieser Seite ist es allerdings nicht möglich den Wasserfall Lai Popu zu erreichen. Macht aber nix, weil Mata Yangu eh viel schöner ist.