Der Südwesten von Sumba


Von Wanukaka bis zur Westspitze von Sumba
Nur wenige Kilometer südlich von Waikabubak hat man einen herrlichen Blick auf das riesige Delta des Wanukaka Flusses des Bezirks Wanukaka (Wanokaka) mit Reisanbauflächen und die südwestliche Küstenlandschaft des Bezirks Lamboya. Die aufsteigende heiße Luft aus der Ebene bildet eine starke Thermik, in der Weißkopfadler und andere große Vögel ihre Kreise ziehen. Fast wäre man am Strand. Aber dazwischen gibt es noch einiges anzusehen:

Nach 8 km zweigt westlich die Straße nach Lamboya ab. Nach Wanukaka geht es weiter bergab. 4 km weiter, auf der Talsohle, kommt man zum Ort Taramanu. Er beginnt östlich der Straße und schlängelt sich weit um den Fluss und die Reisfelder der Ebene herum. Taramanu hat noch viele traditionelle Häuser. Nach Taramanu gelangt man übrigens auch, wenn man 3 km östlich von Waikabubak (an der Ecke stehen etwa 7 Gräber), in die Nebenstraße nach Süden abbiegt. Sie kommt am Ende von Taramanu vor der zweiten Flussbrücke an.

Zum Wasserfall Lai Popu gelangt man, wenn man 500 Meter nach der zweiten Flussbrücke in die Stichstraße links abzweigt. Alleine den Weg dorthin zu gehen, wird einem nicht gelingen, spätestens am Ende der Straße warten Dorf Bewohner, um einen zu geleiten. Der Weg führt am Fluss entlang, über Reisfelder, 2 Bambusstege und durch schönen grünen Dschungel. Man muss sich auf etwa eine Stunde Fußmarsch einstellen. Der Weg ist nicht schwierig aber nass und glitschig. Der Wasserfall fällt über viele Kaskaden 60 Meter in die Tiefe. Im Fluss kann man baden. Die Ende 2013 fertig gestellte Straße von Taramanu nach Lai Popu vernichtet leider sämtlichen tropischen Zauber. Schade, der Weg ist doch eigentlich das Ziel. Der Eintritt von 150000 Rupien und die Menge Menschen wiegt das Natur Erlebnis leider nicht auf.

Zurück und dann links, gelangt man an den Ostrand des Flussdeltas. Hier liegen viele traditionelle Dörfer. Unter anderem, am ersten Abzweig das Dorf Hupumada (Humupada). Das Dorf selbst befindet sich heute überwiegend in der Ebene, der traditionelle Teil und das Rumah Adat jedoch weiterhin auf der Bergspitze. Dorthin ist jetzt ein gefährlich steiler Schotterweg gebaut worden. Von oben hat man einen tollen Überblick über das Flussdelta.

Folgt man dem Weg bei Hupumada nach Osten, so kommt man über Lahona mit möglichen Abstechern zum Wasserfall Mata Yangu und an die Südküste letztlich nach Waibakul und Anakalang (siehe oben).

Schließlich endet der Hauptweg und es geht nur noch bergauf. Wenige Kilometer weiter trifft man auf die 2007 gegründete Siedlung Hobajangi. Für diese Siedlung hat man einen Weg zu dem eigenen kleinen Mini Strand Teitena gebaut. Ein weiterer Weg führt zu dem idyllisch gelegenen Strand Lailiang mit weißem Sand, klarem Wasser und geringer Brandung. Am Ende vom Strand geht es über unbefestigte Straßen in Richtung Tangairi, Lahona und Mata Yangu (wie oben beschrieben).

Zurück an der Hauptstraße nach Wanukaka liegen, 16 km von Waikabubak entfernt, jeweils auf einem Hügel und nacheinander die traditionellen Dörfer: Ubu Bewi, Waigalli, Mamodu, Wainadungo und Praigoli. Hier befinden sich die ältesten Megalithen in Sumba und in Praigoli der berühmteste, der Lilienstein oder "Lakaruka Jiwa Tada Bita Laka". Von den Orten und der Umgebung hat man eine super Aussicht über die gesamte Bucht. Leider sind nicht mehr alle Häuser mit Reet gedeckt und den Menschen merkt man an, dass recht viele Touristen hier vorbeikommen.

Vorbei an den Pasola Tribünen ist man nach 18 km am Strand von Wanukaka Pahiri und dem Fischer Dorf Waihura angelangt. Nur zur Pasola im März und in der fischreichen Zeit im Juli/August ist hier der Bär los. Der flache weiße Strand begrenzt das etwa 4 km breite Flussdelta. Man kann man durch den Fluss bis auf die andere Seite des Flussdeltas waten oder schwimmen (je nach Tide) und sich eine Stelle mit angemessener Brandung suchen. Der Strand ist nur von der Westseite zugänglich. Am Strand übt sich die Dorfjugend im Pferderennen.

Von Wanukaka nach Westen geht es über hügeliges Gelände und vorbei an zahlreichen traditionellen Dörfern bis zum Ort und Strand Rua. Diesen Weg kann man zu Fuß machen. Man geht los direkt im Dorf Waihura am Strand von Wanukaka oder beim traditionellen Dorf Puli an der letzten Biegung vor der Lagune. Mit jedem Meter Höhe wird der Ausblick auf die Bucht schöner. Dann geht man zum Dorf Waiwuang mit dem wohl tollsten Ausblick auf die Bucht. Von dort aus führen etliche Wege von Dorf zu Dorf weiter. Man muss sich durchfragen. Ab dem wunderschönen traditionellen Teil des Dorfes Pahola kann man an den Strand von Rua hinabsteigen. Mit mindestens 4 Stunden bei 300 Höhenmetern muss man rechnen. Die Straße nach Rua geht von Puli oder den Dörfern um Praigoli ab. Der Weg nach Waiwuang zweigt auf halben Weg an einer Schule ab. Nach zwei Dritteln des Weges kommt man am riesigen 2019 erbauten Pasola Stadion vorbei.

Optisch wird der Blick auf die Bucht von Rua durch eine marode Landungsbrücke gestört. Das ehemalige Spaßbad ist zu einem Hotel umgebaut worden. Wächter bewachen das Gelände. Gegenüber dem Gelände ist ein nettes preiswertes Kaffee Amazon. Der Bade Strand östlich der Brücke ist 2 km lang und besteht aus feinem weißen Sand. Auch bei starker Brandung findet man irgendwo im Verlauf dieses Strandes eine ruhige Zone. Am Strand westlich der Brücke ist viel Seetang und Müll durch die dort betriebene Fischerei.

Westlich von Rua beginnt ein felsiger Küstenabschnitt. Oberhalb gibt es zahlreiche traditionelle Dörfer wie etwa Ka Awu, Kadoku, Wehola und Prai Kapetang. Dazwischen sind viele Bereiche durch Zäune und hohe Mauern von privaten Villen und noblen Resorts versperrt.

In der nächsten Bucht gen Westen liegt das Resort Nihiwatu. Da ist man als Indonesier und einfacher Traveller nicht willkommen. Alle Wege dorthin sind versperrt, weil die Eigentümer das so wollen. Direkt über oder hinter Nihiwatu liegen zahlreiche traditionelle Dörfer wie etwa Watukarere, Metewora und Baliloko, die man über meist nicht asphaltierte Straßen erreichen kann. Die Hauptstraßen verlaufen im Inland um das Resort herum. Auf halben Weg, erreicht man den Ort Kabukarudi.

Von dort aus kann man jenseits des Flusstales auf der Anhöhe ein paar spitze Dächer von Sodan (Sodana) sehen. Es ist das Dorf mit dem höchsten Anstieg in Sumba. Leider ist Sodan in 2017 durch Blitzschlag und Feuer fast komplett zerstört worden. Nur wenige Häuser sind wieder aufgebaut worden. Vielleicht lohnt ja trotzdem noch der Weg dorthin: Um dorthin zu gelangen, muss man den Kadengar Fluss queren. Man startet gegenüber dem Markt von Kabukarudi. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses ist ein neuer Fahrweg, der führt in mehreren Serpentinen direkt zum Dorf. Oder man geht den ursprünglichen direkten Weg hoch. 180 Höhenmeter sind es wohl. Eine weitere Aufstiegsmöglichkeit beginnt an der Hauptstraße 2,2 km weiter westlich in einer Kurve. Zunächst geht es hinunter zum Fluss, dann daran entlang und vorbei an malerischen traditionellen Dörfern und schließlich nur noch hoch. Beide Wege lohnen sich vor allem wegen der schönen Ausblicke auf die Landschaft.

Das traditionelle Dorf Kadengar (Kadengara), einige Kilometer weiter westlich ist in 2009 durch Feuer komplett zerstört worden. Etwa ein Drittel sind inzwischen im traditionellen Stil auf dem Dorf Hügel wieder aufgebaut worden, der Rest ist in Wellblech an der Straße wieder erstanden. Um das Flusstal des Kadengar Flusses herum befinden sich jedoch viele weitere Dörfer, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben.

Auf der Anhöhe hinter der Brücke über den Fluss, kommt man an eine Straßengabelung und eine Tribüne. Hier wird die Februar Pasola ausgetragen und quasi täglich wird hier trainiert. Gegenüber und nicht übersehbar befindet sich das neueste und größte wegen Personalmangel nicht in Betrieb befindliche Krankenhaus in Sumba. Die Straße geradeaus führt nach 3,5 km direkt zum Strand Marosi (Tarikaha). Marosi hat das klarste Wasser und den hellsten Sand in dieser Gegend. Der Strand ist durch ein Riff geschützt, dass sich zur Rechten auf einem versunkenen Vulkan aufgebaut hat. 1,5 km davor liegt rechts das Resort Sumba Nautil nebst dem Chalet des Besitzers. Links gehen einige Wege zu traditionellen Dörfern wie etwa Waru Wora sowie zu dem Strand Kerewe (Kerewee, Kerewei).

Dort sind mehrere kleine, meist schlichte Unterkünfte entstanden, Hotels sind im Bau. Über Klippen könnte man westlich zu den jeweils benachbarten Stränden wie etwa Tarakara, Watu Bella, Dewa und schließlich zu Marosi gehen. Allerdings wird das erschwert, da überall Zäune und Mauern gebaut worden sind. Der Tourismus beginnt… .

Direkt am Abzweig nach Marosi oder 1,5 km westlich vom Abzweig oder 2,5 km beim traditionellen Dorf Litikaha geht es landeinwärts bergauf nach Tokahale und Malisu (Nalisu). Von dort hat man einen super Blick über den Strand und das Riff. Dort wird auch ein Anker eines britischen Schiffes aufbewahrt, dass 1838 strandete. Die Bewohner scheinen jedoch nicht ganz so glücklich über die vielen Besuche von Touristen zu sein.

Kurz dahinter endet das für den Tourismus vorbereitete Gebiet, die Menschen werden wieder freundlicher. Von der Hauptstrecke zweigen viele Wege und Pfade in Richtung Küste ab. Die führen meist zu kleinen traditionellen Dörfern oberhalb der überwiegend steilen Küste. In der Gegend von Gaura gibt es einige kleine Strände, wie zum Beispiel Ngedo und Watukaka. Da muss man sich durchfragen.

Wenige Kilometer hinter Weetana und dem Kodi Bezirk ist die Straße grottenschlecht. Nach Kodi gibt es keine durchgehenden Verkehrsmittel. Einheimische fahren lieber den Umweg über Waikabubak und Waitabula.

Doch der direkte Weg lohnt sich: Die Landschaft wechselt von Savanne bis tropischer Urwald und von Weidewirtschaft bis Kakaoplantage, von Ebene bis Bergland. Die Menschen leben in verstreuten Einzelgehöften oder in kleinen traditionellen Dörfern.

Am Ortsausgang von Weetana führt eine neue Straße zum Platz der Pasola im März direkt am Meer. Man hat einen tollen Ausblick auf die Felsküste und Brandung im Osten. Westlich beginnt der Strand Mambang (den Namen gibt es 2x auf Sumba). Das Panorama endet am Kap Tanjung Mambang. Es gibt hier nur Kletterpfade zum Strand hinunter. Der östliche und kleinere Strandabschnitt wird durch einen Fluss begrenzt. Man kann den jedoch durchwaten (weiter: siehe unten).

3 km nach Weetana zweigt eine Straße ins Inland ab. Es ist die einzige befahrbare Verbindung von Lamboya nach Norden. Sie geht über hügeliges Land, durch neu angelegte Gewürznelken Plantagen bis zum Polapare Fluss. Die Hauptstrecke geht zwischen dem Fluss und bewaldeten Bergrücken entlang und endet bei Elopada westlich Waikabubak. An dieser Strecke gibt es jede Menge Vögel und Affen. Bei Dikira ist ein Aufstieg zum heiligen Berg Palindi Jawila (Jawilla, Yawilla) möglich (frage den Kepala Desa). Vom Gelände der PLN Powerstation gelangt man zum unteren Teil des Wasserfalls Lokomboro, weiter ginge es nur kletternd oder schwimmend. Alternativ kann man von der darüber liegenden Kirche des östlich gelegenen Ortes 50 Meter durch Gestrüpp hinab steigen. Das Wasser ergießt sich in mehreren Katarakten durch die enge grüne Schlucht.

Eine Nebenstrecke zweigt direkt hinter der Brücke über den Polapare Fluss nach Nordwesten ab. Über einen zunächst felsigen Fahrweg kommt man über Wee Wulla an die Hauptstraße Waimagura Waitabula. In Delo (Dello) geht es westlich durch eine Eingangsportal zum Wasserfall Pabeti Lakera. Es gibt 2 Zugänge dorthin, einer zum oberen Teil und einer nach unten. 500 Meter weiter führt östlich eine Straße zum schön gelegenen sehenswerten traditionellen Ort Umbu Koba. Kurz danach bei Tena Teke biegt westlich eine Straße ab. Südlich davon liegen 2 sehenswerte traditionelle Dörfer, Manola und Mandeka (Mendeka).

Zurück zum Weg nach Kodi: Nach 2 km weiter biegt westlich die schlechte Straße nach Kodi ab. Die gute Straße führt geradeaus zum westlichen Teil der Mambang Bucht. Hier gibt es ein kleines Dorf. Die Bewohner bauen in der Ebene Reis an und es wird Fischfang betrieben. Einige Besucher der Pasola nutzen diesen Ort zum Übernachten und wandern dann zum östlich gelegenen Pasola Platz. Der westliche Teil des Mambang Strandes ist 3 km lang und traumhaft schön. Einige kleine Felsbarrieren kann man leicht umklettern. Der Strand ist durch ein weit außen liegendes Riff geschützt- so weit, dass sich wieder eine angenehme Brandung aufbaut. Mit dem Bau eines Hotels soll bald begonnen werden...

Direkt westlich des Kap Tanjung Mambang liegt der Strand Katobo (Katoba). Dieser Strand ist nur mäßig durch ein Riff geschützt und hat eine meist starke Brandung. Den Weg dorthin, durch die recht offene Landschaft, muss man selbst erkunden. Vom Ende des letzten Strandabschnittes von Mambang ist es nur 1 km.

Auf halbem Weg zwischen der Straße nach Kodi und Mambang zweigt eine Straße nach Westen ab. Sie endet jedoch bald nach einer Kreuzung in einem schönen intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebiet. Schmale Pfade führen weiter südlich in Richtung Katobo Strand, geradeaus in eine Kakao Plantage und nördlich an die Straße nach Kodi.

Weiter in Richtung Kodi fährt man kilometerlang durch eine Kakao Plantage. Die Arbeitersiedlungen erinnern an koloniale Zeiten. Das Herrenhaus an einen chinesischen Palast. Kinderarbeit scheint angesagt.

Hinter dem Ende der Kakao Plantage wird die Straße besser. 1 km weiter zweigt an einer Kirche ein Fahrweg nach Süden ab. Er führt direkt an die westliche Seite des Strandes Rita. Der Strand ist traumhaft schön, allerdings nur mäßig durch ein Riff geschützt, Vorsicht beim Baden. Das Gelände ist bereits abgesteckt - die Aufschrift ist in Kyrillisch.

2 km danach quert man den Polapare Fluss, der hier teilweise ein Breite von 100 Metern hat. Die Felsen und der Strand an der nahen Flussmündung heißen Watu Malando (Watu Maladong). Von der Brücke aus kommt man dort nicht hin. Man muss 3 km hinter der Brücke an der Schule Panenggo abbiegen und dann der Asphalt Straße folgen. An der nächsten Ecke links geht es hinunter. Watu Malando ist wegen der Gezeiten und Strömungen nichts zum Baden sondern einfach was zum Anschauen: weiße Kalksteinfelsen, blaues Wasser, saftiges tropisches Grün, einfach traumhaft. Geradeaus geht es zum Cliff Tanjung Mareha. Von dort kann man Watu Malando quasi vom Wasser aus sehen. Auf der anderen Seite hat man einen tollen Ausblick auf die Steilküste mit dem Felsentor von Pantai Bwanna und einigen schönen hellen Stränden dazwischen. Achtung: Der Abstieg zum Wasser ist gefährlich, bei aufkommender Flut wird einem möglicherweise der Weg abgeschnitten und einige Dorfbewohner verlangen möglicherweise horrende “Parkgebühren“.

Ab etwa 4 km weiter westlich gibt es einige Wege, die in Richtung Steilküste und auch an diverse Strände führen. Da muss man sich einfach durchfragen. Hier ist das Wasser glasklar, die Brandung jedoch oft zu stark zum Baden.

Direkt vor dem steilen Abstieg zur Brücke über den Fluss Mocha (Mokka, Lambatana) geht es nach Westen nach Wainyapu. In Wainyapu findet die März Pasola statt. Dafür hat man ein riesiges Feld mit Tribüne gebaut. Der Ort selbst macht eher einen musealen als bewohnten Eindruck. 30-40 traditionelle Häuser sind es. Zum Teil sehr eng aneinander gebaut. Der Ausblick auf die andere Flussseite ist toll. Sehenswert auch der Bereich, wo Steinplatten für Gräber herausgeschnitten werden. Eine Fluss Querung ist ausschließlich im Mündungsbereich anzuraten, wenn man eine Begegnung mit Krokodilen vermeiden möchte.

8 km weiter erreicht man Bondokodi im Bezirk Kodi. Kodi ist der westlichste Bezirk von Sumba. Er ist bekannt durch die wohl höchsten Dächer der traditionellen Häuser. Manchmal sehen sie wie Zipfelmützen aus - meist etwas schräg – es fehlt nur der Bommel. Bondokodi ist das Zentrum der Region und 2 km von der Küste entfernt, Pero (Perro) ein kleiner Ort direkt an der Küste. Bondokodi ist christlich - Pero moslemisch. Beide Orte sind Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Dörfern in der Umgebung.

Touristen kommen auch wegen der Strände. Sie gehen etwa 15 km von der Westspitze von Sumba in Richtung Südosten. Trotz der schützenden Riffe ist die Brandung bei Flut extrem stark, insbesondere im Südosten. Baden kann man nur, wenn die Wellen nicht zu hoch sind. Wer hier traumhafte tropische Buchten sucht, der wird enttäuscht sein.

Nach Südosten bietet sich folgender Rundweg von etwa 10 km an: In Pero lässt man sich über den Fluss Bondokodi bringen. Danach geht man am Strand entlang bis zum Megalith-Grabstein am Strand von Ratenggaro ... dem wohl meist besuchten Dorf auf Sumba. Das Dorf auf der anderen Seite des Flusses und der Bucht ist Wainyapu. Direkt dorthin durch den Fluss ist ausschließlich im Mündungsbereich anzuraten, wenn man eine Begegnung mit Krokodilen vermeiden möchte (Wainyapu hab ich oben beschrieben). Zurück geht es wieder über den Fluss und dann entlang dem Fahrweg. Zuerst kommt man am Dorf Ratenggaro vorbei. Am Eingang vom Dorf sieht man filigran dekorierte Gräber. Einige Häuser des Dorfes sind nach einem Großfeuer durch die Hilfe einer wohlhabenden Indonesierin wieder aufgebaut worden. 500 Meter weiter kommt man am Dorf Paranobaroro vorbei. Dort ist das Haus des Rajahs von Kodi mit dem mit 30 Metern höchsten Dach auf Sumba. Auf dem Rückweg kommt man an weiteren Dörfern vorbei. Über die Flussbrücke geht es dann nach Bondokodi und zurück nach Pero.

Richtung Nordwesten, von Pero aus über schmale Pfade hinter dem Strand oder von Bondokodi aus über die Asphaltstraße, erreicht man nach etwa 2,5 km die ersten traditionellen Dörfer und Friedhöfe. Es reiht sich Dorf an Dorf und Grab an Grab: Bondo Kawango, Tosi (Tossi), Waijengo, Waikaroko, Bukubani (Bukabani), um nur einige zu nennen. Bei einigen Dörfern gibt es Areale und Tribünen für die Pasola im Februar.

Das westliche Ende von Sumba ist wieder extrem trocken. Ein zunächst schmaler Weg biegt von Bukubani ab und geht bald als breite Teerstraße parallel zur Küste durch die Savanne bis zum traditionellen Dorf und Strand Karoso (Karosso, Waitungga). Hier ist der Strand wieder breiter, feinsandig und die Brandung angenehm. Weiter östlich beginnt eine schroffe Steilküste.

Am Abzweig nach Nordosten beginnt die für Touristen angelegte Asphaltstraße parallel zur Küste und quer durch die Savanne bis fast nach Waikelo. Das erste Highlight auf diesem Weg ist Mandorak mit einer kleinen Bucht und Anlegeplatz für Fischerboote. Ein Sandstrand liegt 500 Meter weiter südwestlich. Einen Kilometer weiter ist die türkis pittoreske Lagune Danau Weekuri (Wekuri, Waikuri) die unterirdisch mit dem Meer verbundenen ist. Bis 2012 war sie nur zu Fuß durch den Dschungel erreichbar, heute ist hier schon alles betoniert und es stehen Scharen von mobilen Händlern herum.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Weg übersieht man oft, weil die Straße nicht mehr direkt daran vorbei führt: Da ist zum Beispiel eine Wasser Fontaine, etwa 3 km von Weekuri entfernt, da sind die einsamen Strände Halete und Huma mit nur mäßiger Brandung, die Höhle Gua Maria Katakombe, ... . Ein Schotterweg führt zu 2 kreisrunden mit Brackwasser gefüllten Dolinen (das sind keine Salzseen). Drum herum ist es herrlich grün.

Entlang dieser Strecke gibt es auch einige sehr kleine Strände. Sie sind so klein, dass Fischerboote bei Flut an Seilen hochgezogen werden müssen. Zwischendurch führen Wege immer wieder zu Klippen mit tollen Ausblicken auf das türkisfarbene Meer. Kurz vor Waikelo sind einige Eventcenter (?) im Bau.

Die Straße endet als Sackgasse vor Waikelo, man verlässt sie am besten vorher über die Asphaltstraße zum Bezirks-Verwaltungszentrum bei Kadula

Der Küstenstreifen zwischen Kodi und Waitabula ist dicht besiedelt. Es wird Landwirtschaft betrieben. Die Menschen wohnen verstreut in ihren Ländereien oder in Traditionellen Dörfern. Die Erträge reichen wegen der Trockenheit oft nicht zum Leben. Dieses Gebiet gehört zu den ärmsten in Sumba.

Je weiter man sich von der Küste entfernt, desto feuchter und fruchtbarer wird das Land. Überall, versteckt im dichten Grün liegen kleine Dörfer. Auf dem Weg in Richtung Waitabula kommt man außerdem an Teak Anpflanzungen, Bananen- und Cashewnuss Plantagen vorbei.

Alternativ zur Hauptstraße Kodi Waitabula, gibt es auch die Möglichkeit südlich von Bondokodi über das Bergland und die Orte Matakaporo und Marokota nach Waitabula oder Waikabubak zu fahren. Die Landschaft ist dort wunderschön grün, es ist einsamer aber die Straße teilweise erodiert. Die südliche direkte Straße nach Waikabubak ist zwischen Waikara und Dikira nur schwer passierbar.